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9. Februar 2017

KANDIDATENCHECK - Unser Song für Kiew | #ESC2017


Mit neuem Logo und frischem Wind geht es in das neue Jahr, was gleich zu Beginn spannende Neuigkeiten bereit hält: Die fünf Kandidat_innen für den deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2017 in Kiew stehen fest.
Der NDR gab die fünf überglücklichen Sänger bzw. Sängerinnen heute morgen bekannt. Sie haben sich gegen viele Konkurrenten durchgesetzt, nun gilt es noch die letzte Hürde zu überwinden: Das Publikum zu begeistern, Deutschland zu begeistern, Europa zu begeistern.
Am 09. Februar 2017 (20:15 Uhr, Das Erste) werden die Fünf dann in einer Liveshow "Unser Song für Kiew 2017" extra für sie komponierte Songs singen, aus denen das Publikum dann seinen Favoriten wählt. Man darf gespannt bleiben, wer am Ende live überzeugen kann und vor allem mit welchem Song. Und das sind die fünf Sänger_innen, die für Deutschland nach Kiew wollen:



Felicia Lu Kürbiß
Die 21-jährige Songwriterin und YouTube-Sängerin ist gar nicht mal so unerfahren, wie sie vielleicht aussehen mag. Denn sie stand bereits in der Castingshow "Rising Star" im Finale und weiß also, auf was es bei einem Live-Auftritt ankommt. Felicia mag Popmusik und Elektropop am meisten, was mit einem Blick auf unsere derzeitigen Charts, sehr vielversprechend ist. Allerdings muss man sich die Frage stellen, ob wir das "junge Küken" nicht schon im letzten Jahr hatten. Und wir wissen ja alle, welchen Platz Jamie-Lee belegt hat.





Sadi
Wilhelm "Sadi" Richter ist gerade einmal 19 Jahre alt und sieht aus, als würde er schon fünf Jahre auf den großen Bühnen Europas stehen. Zurzeit studiert Sadi Komposition, leben tut er für seine große Leidenschaft die Musik in Dortmund. Man könnte fast meinen, Sadi lebt nur für die Musik, denn er gibt Jazzunterricht und spielt auch in diversen Clubs. Aber ob das ausreicht, um auf der ganz großen Bühne bestehen zu können? 


Sadi zog seine Teilnahme am Vorentscheid aufgrund persönlicher Gründe zurück.


Levina
Isabella "Levina" Lueen ist 25 Jahre alt und lebt zurzeit in Berlin und London, wo sie auch Music Management studiert. Die studierte Sängerin hat einen beeindruckenden Werdegang bereits hinter sich. Als Kind sang sie in Kinder-Musicals und tourte während ihrer Studienzeit mit der Band "Miss Terry Blue" durch Clubs und Bars. Seit 2014 konzentriert sich Levina auf ihre Solo-Gesangskarriere. Makellos kann manchmal ziemlich langweilig sein. Hoffen wir, dass das auf Levina nicht zutreffen wird, denn sie ist eine vielversprechende Kandidatin.





Axel Maximilian Feige
Der 28-jährige Vollblut-Musiker lebt und klingt in der Hansestadt Hamburg, und genau das verkörpert der Sänger auch. Eine leicht schroffe, raue und doch ruhige Umgangsart mit einer Leidenschaft für die Musik. Seine Leidenschaft zur Musik teilte er auch schon auf der Straße als Straßenmusiker. Momentan spielt er gleich in zwei Bands: Absolem Max & Diazpora. Ein Kandidat mit viel Ausstrahlung und einem eigenen Charme, der sicher polarisiert. 






Helene Nissen
Vom Namen her auf jeden Fall die Gewinnerin, aber realistisch gesehen wohl die Kandidatin mit den wenigsten Chancen. Die 20 jährige Schülerin liebt die Musik und tritt neben der Schule gemeinsam mit ihrem Bruder auf diversen Events auf. Am liebsten singt sie Soul, was eigentlich eine Inspiration wäre. Mal schauen, ob sich Deutschland davon inspirieren lässt. 





Yosefin Buohler 
Der halbschwedische Sonnenschein aus Köln hat bereits Erfahrung auf der großen Bühne. Yosefin sang nicht nur in diversen Musicals, sondern auch bei einem EM-Qualifikationsspiel vor über 50.000 Menschen. Vielleicht zahlt sich diese Erfahrung aus?




Die Songs für den Vorentscheid heißen übrigens "Wildfire" und "Perfect Life". Beide Songs werden von den Kandidaten in verschiedenen Varianten gesungen.
 Zum ersten Mal wird der Vorentscheid auch europaweit übertragen, was ein breiteres Meinungsbild wiedergeben soll.
Wer ist euer Favorit? Wie werden die Songs der Kandidat_innen sich anhören? 
Schreibt mir eure Meinung!

9. Januar 2017

Entscheidungsshow 2017 - Die Kandidaten des schweizer Vorentscheids | #ESC2017


Auch in unserem Nachbarland der Schweiz laufen die Vorbereitungen für den Vorentscheid zum  Eurovision Song Contest 2017 auf Hochtouren. Man möchte endlich aus den Miseren und Punktedisastern der letzten beiden Jahre wegkommen, denn zum letzten Mal qualifizierte sich die Schweiz 2014 für das Finale, damals mit Sebaltar.
2015 landete man mit Mélanie René und 2016 mit Rykka beide Male auf dem letzten Platz im jeweiligen Halbfinale. Eine Blamage für das ESC-Urgestein und Gründungsmitglied Schweiz.
Das soll sich in diesem Jahr ändern: Nach einem langen Auswahlprozess und einer 20-köpfigen Fachjury setzten sich diese sechs Künstler durch, die am 05. Februar 2017 in einer Liveshow um das Ticket für Kiew singen werden:


Nadya / The Fire In The Sky 



Freschta / Gold




 Michèle / Two Faces




Timebelle / Apollo





Shana Pearson / Exodus





Ginta Biku / Cet Air La


15. Mai 2016

Das war der Eurovision Song Contest 2016 - Ein Rückblick | #ESC2016


Beschäftigt man sich mit dem Phänomen ESC ein bisschen intensiver, wird man bald feststellen, dass alles ganz schnell geht. Nicht nur, weil alles perfekt inszeniert, witzig, schön, skurril - eben einfach unterhaltend ist, sondern weil die Welt des ESC auch vom Rausch der Emotionen lebt. 
Das konnte man gestern Abend beim krönenden Finale des 61. Eurovision Song Contests in Stockholm sehr gut sehen. Ganz Europa saß vor dem Fernseher und jeder hatte eine Meinung oder einen Favoriten. Eben davon lebt der ESC, vom Austausch und vom Dialog. Sich mit den Favoriten und Geschmäckern anderer auseinander zu setzen. 
Dass es letztendlich so viele brillante und atemberaubend schöne Momente gab, lag auch am Gastgeberland Schweden, denn die bewiesen wieder einmal, dass sie es verstehen showtechnisch zu unterhalten. Damit waren nicht nur die perfekten Bühnenbilder und super Pausen-Acts, wie den Auftritt der Grey People und ihrer Darstellung der Flüchtlingsdramatik, gemeint. Mit perfekt pointiertem Humor, wie zum Beispiel von Lynda Woodruff oder Petra Mede, die den Contest auch moderierte, schafften es die Schweden ganz Europa zum Lachen zu bringen. Danke für diesen unglaublich tollen ESC, Schweden!

Justin Timerlake perfromte als Pausen-Act im Finale
The Grey People mit der Inszenierung der Flüchtlingsdramatik


Der spannenste Wettbewerb der letzten Jahre hat auch eine Siegerin hervor gebracht: Jamala aus der Ukraine konnte sich am Ende gegen die Australierin Dami Im, die das Juryvotum gewann, und Sergey Lazarev, der das Zuschauervotum gewann, durchsetzen. Am Ende passierte es genauso, wie es manche prophezeit haben: Russland und die Ukraine blieben bis zum Schluss übrig und erst im letzten Moment stand fest, dass der einfache russische Popsong nicht die kritische Elektrofolk-Ballade aus der Ukraine schlagen konnte.

"I really want peace and love to everyone"  -  Jamala

Enttäuschung machte sich vor allem bei vielen Fans breit, da das Publikumsvotum eben nicht Jamala aus der Ukraine gewann, sondern der Russe Sergey Lazarev. Und am Ende bleibt es natürlich Geschmackssache, ob man lieber zu einem Song tanzen oder weinen möchte. Eines kann man jedoch nicht leugnen: Die Botschaft, die uns Jamala mitbrachte ist ebenso brisant, wie die damals von Conchita Wurst. Herzlichen Glückwunsch an Jamala und die Ukraine, aber auch an alle anderen Teilnehmer des diesjährigen Wettbewerbs. Danke für die Musik!

Und wie geht es jetzt weiter? Zunächst muss der Sieg erst mal verdaut werden, bevor wir unseren Blick in Richtung Osten, in die Ukraine, wenden. In einer Sache bin ich mir jedoch jetzt schon sicher: Dass die Ukraine uns 2017 mit einem vergleichbaren Niveau wie in diesem Jahr begrüßen und einladen wird.

Auch im Hinlick auf die aktuelle Situation wird sich in den kommenden Monaten viel bewegen in der Ukraine. Hoffentlich nur zum Positiven. Ich würde es mir für die Ukraine wünschen.  
Удачи Україна!
© Ethnokult und so.
Maira Gall