Musikwettbewerb
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1. Mai 2019

Meine persönlichen Favoriten für den Eurovision Song Contest | #ESC2019


In ein paar Tagen beginnt einer meiner Lieblingsmonate des Jahres - der Mai. Nicht nur, weil es dann bald Sommer ist, sondern weil es auch der Monat des größten Musikwettbewerbes der Welt ist. Die 64. Ausgabe des Eurovision Song Contest findet in diesem Jahr in Tel Aviv, Israel statt.

Die Fans und Wettmacher haben täglich neue Favoriten, ich für meinen Teil höre seit Wochen die folgenden Songs mit Abstand am meisten. Keinen wird es überraschen, dass die Niederlande und Zypern dabei sind, jedoch nicht die Schweiz und Italien, und das obwohl beide durchaus gute Songs ins Rennen schicken. Obgleich ich beide Songs auch gerne höre, holen sie mich eben nicht vollkommen ab.

Umso überraschender, dass sich unter meinen Favoriten Spanien, Norwegen und Slowenien wieder finden. Miki, der mich mit seinen positiven Vibes jedes Mal komplett flashed und das Duo Zala und Gasper, das mich mit ihrem Song jedes Mal in eine andere melancholische Galaxie mitzieht.





Egal, welche Songs ihr feiert, mögt oder liebt - habt einfach Spaß an der Musik, genießt diese besondere Zeit, die den Song Contest umgibt und lasst euch auf neue Kulturen, Einflüsse ein. Am Ende der nächsten Woche wissen wir schon, wer den ESC 2019 gewonnen hat, in welches Land wir im kommenden Jahr eingeladen sein werden.

Man liest sich!

30. April 2019

Der Eurovision Song Contest 2019 im Fernsehen - Sendetermine | #ESC2019


In wenigen Tagen beginnen die ersten Proben für den 64. Eurovision Song Contest. Wie gewohnt treten in den Semi-Finals die Länder an, die nicht automatisch für das Grand-Final vorqualifiziert sind. Aus jedem der beiden Halbfinale werden sich am Ende zehn Länder für das Grand-Final qualifizieren, natürlich nach dem neuen Votingsystem.

Für alle, die nicht in Tel Aviv dabei sein werden, gibt es in der ESC-Woche ein breites Angebot das gesamte Spektakel dennoch, teilweise sogar live, mit zu verfolgen:

1. Semi-Finale:
Wann?: Am Dienstag, 14.05.2019 um 21 Uhr.
Wo?: Auf ONE oder online auf eurovision.de
Interessante Beiträge: Zypern (Tamta / Replay), Griechenland (Katerine Duska / Better Love), Island (Hatari / Hatrið mun sigra), Portugal (Conan Osiris / Telemóveis)  

Stimmberechtigte "Top-6": Frankreich, Spanien & Israel

2. Semi-Finale:
Wann?: Am Donnerstag, 16.05.2019 um 21 Uhr.
Wo?: Auf ONE oder online auf eurovision.de
Interessante Beiträge: Schweiz (Luca Hänni / She Got Me), Schweden (John Lundvik / Too Late For Love), Malta (Michela / Chameleon), Niederlande (Duncan Laurence / Arcade)
Stimmberechtigte "Top-6": Vereinigtes Königreich, Italien und Deutschland


Grand-Finale:
Wann?: Am Samstag, 18.05.2019 um 21 Uhr.
Wo?: Auf Das Erste und Deutsche Welle oder online auf eurovision.de
Interessante Beiträge, bis jetzt: Deutschland (Sisters / Sister), Spanien (Miki / La Venda)
Stimmberechtigt: Alle am Contest teilnehmenden Länder, also auch Deutschland!



Weitere Sendungen rund um den ESC 2019:


ESC 2019 - Der Countdown für Tel Aviv:
Wann?: Am Samstag, 18.05.2019 um 20:15 Uhr.
Wo?: Auf Das Erste oder online auf eurovision.de

ESC 2019 - Grand Prix Party:
Wann?: Am Sonntag, 19.05.2019 ab ca. 0:45 Uhr.
Wo?: Auf Das Erste (direkt im Anschluss nach dem Grand-Final) oder online auf eurovision.de

Ich hoffe, dass euch diese Zusammenfassung hilft nicht den Überblick zu verlieren.
Auch freue ich mich auf eure Meinungen und eventuelle Live-Posts via Twitter.

Man liest sich!

17. März 2019

#DareToDream - Die besten Hits der Tanzfläche | #ESC2019


Der diesjährige Eurovision Song Contest bietet 41 Ländern die Möglichkeit sich musikalisch zu beweisen. Dabei entführen uns 41 Beiträge auf ganz unterschiedliche musikalische Träume, ganz nach dem Motto "Dare To Dream!" (dt.: Trau dich zu träumen!) reisen wir von Schweden bis Malta, von Island bis nach Down Under - nach Australien. Im Folgenden möchte ich euch ausgewählte Songs näher vorstellen.


Wer für heiße Rhythmen und schnellen Beats lebt, der kommt auch in diesem Jahr wieder voll auf seinen Geschmack. Einige Länder entsenden uns tanzbare Uptempo-Songs - durchaus von unterschiedlicher Qualität - aber alle mit demselben Ziel: uns zum Tanzen zu bewegen!
Und dafür eignen sich die warmen Straßen, die entspannten Beach Bars und auch die aufregenden Clubs von Tel Aviv wohl am besten.






Luca Hänni / She Got Me (Schweiz)

Viel Zeit ist seit seinem Sieg bei der Castingshow DSDS im Jahr 2012 vergangen, und Luca hat sich sowohl optisch, als auch musikalisch sehr verändert. Aus dem damaligen Teenieschwarm ist ein sympathischer Sänger mit Latin-Style geworden. Das zeigt auch sein heißer Song, der insbesondere durch den eingängigen Refrain besticht. Insofern die Live-Performance stimmt, wird Luca die Schweiz endlich wieder ins Finale singen (oder tanzen). 

 
Luca Hänni / eurovision.tv











Michela / Chameleon (Malta)

Eine der jüngsten Teilnehmerinnen in diesem Jahr liefert uns gleichzeitig eine der interessantesten Dance-Nummern. Interessant, da der Song mehrere Melodien kombiniert. Ein klassischer Popsound in der Strophe, der im Refrain mit einem modernen Dancebeat verschmilzt - eine moderne und gelungene Sinfonie. 

Michela Pace / MaltaToday.com

 







Miki / La Venda (Spanien)

Es klingt nach Sonne, es klingt nach Sommer, es klingt nach guter Laune - und vor allem macht der Song gute Laune. Einer der authentischsten Songs in diesem Jahr, gesungen vom katalanischen Sänger Miki. Der Song hat definitiv das Zeug dazu ein echter Sommerhit zu werden, und auch außerhalb des ESC für gute Laune und Sommerstimmung zu sorgen. 

Miki Núñez / escXtra.com

 





Habt ihr einen Lieblingsbeitrag, zu dem ihr gerne tanzt? Lasst es mich gerne wissen. Hier findet ihr eine Auswahl der besten Balladen beim ESC 2019: die-gefuhlvollsten-balladen.html
Ansonsten habt eine schöne Zeit und genießt die Musik. Man liest sich! 

14. Mai 2017

Das war der Eurovision Song Contest 2017 - Ein Rückblick | #ESC2017


Die letzten Künstler reisen heute aus Kiew zurück in ihre Heimatländer, wo sie gebührend gefeiert werden, wie der Bulgare Kristian Kostov. Die Abbauarbeiten im Kiewer Messezentrum haben schon längst begonnen - der Eurovision Song Contest 2017 fand am gestrigen Abend mit dem Finale seinen gebührenden Höhepunkt und Abschluss.

Salvador Sobral (Portugal) / eurovision.tv
Was für ein turbulenter ESC-Jahrgang damit zu Ende geht, mochte man im letzten Jahr, als Jamala so überglücklich ihre Trophäe in die Luft hielt, sich noch nicht ausdenken.
Anfangs erklärten 43 Länder ihre Teilnahme für Kiew. Rumänien und Portugal kehrten nach einer Pause zurück zum Contest. Schon bald wurde der Contest in der Ukraine aber mit den ersten Problemen konfrontiert. Im Organisations- und Produzententeam der Show grieselte es, kurz darauf traten die Produzenten der Show zurück. Schnell fand man Ersatz bei den Vorjahres-Produzenten aus Schweden, diesen Einfluss hat man im gestrigen Finale übrigens auch wieder gespührt!

Salvador und Luisa Sobral (Portugal) / eurovision.tv
Wenige Monate vor dem Contest, die Teilnehmer nominierten fast täglich ihre jeweiligen Repräsentanten, und so nominierte Russland die junge, an den Rollstuhl gefesselte, Sängerin Julia Samoylova. Ihre Ballade schien zunächst nicht außergewöhnlich zu sein, im Gegenteil, man freute sich, dass das Motto des diesjährigen Contests "Celebrate Diversity" (dt.: Vielfalt feiern) so gut aufgegriffen wurde. Daraufhin verweigerte die Ukraine der Sängerin jedoch die Einreise zum Contest. Grund: die russische Sängerin ist auf der annektierten Halbinsel Krim aufgetreten. Schlichtungsversuche der EBU scheiterten und so zog Russland seine Teilnahme vom Contest zurück. Als hätten sie die Einreisebestimmungen nicht gewusst, sah Russland sogar von der Übertragung des Wettbewerbs ab.

Zwei Wochen vor dem Contest begannen die ersten Proben für die Liveshows. Eine der größten Bühnen der letzten Jahre sollte das Herzstück des Wettbewerbs werden. Nach zwei exzellenten Halbfinalen, in denen sich jeweils zehn Länder qualifizierten, fand gestern das große Finale mit 26 Ländern statt. Für Deutschland reichte es am Ende nur für Platz 25, mit sechs Punkten.

Moderatoren (v.l.n.r.) Timur, Oleksandr und Wolodymyr / eurovision.tv
Dieses Jahr war die musikalische Vielfalt im Wettbewerb besonders hoch, vom trashigen Eurodance-Pop bishin zur leisen Schmachtballade war alles vertreten. Auffällig war auch, dass sich alle Künstler in diesem Jahr sehr gut verstanden, zusammen musizierten und gemeinsam die Social Networks mit Selfies fütterten. Vielleicht eine weitere positive Nebenwirkung der vielen Fanfeste im Vorfeld des Contests?

Nathan Trent (Österreich) / eurovision.tv
Naviband (Weißrussland) / eurovision.tv
Spätestens nach dem Juryvotum stand fest, dass Portugal zum ersten Mal ernsthafte Chancen auf einen Sieg haben könnte. Am Ende gewann Salvador Sobral auch das Zuschauervotum, und mit insgesamt 758 Punkten dann den gesamten Wettbewerb.
Die leise Ballade des Portugiesen stach wahrscheinlich besonders durch ihre Natürlichkeit und Ungezwungenheit hervor. Und bewegte am Ende ganz Europa, sonst hätte er nicht Jury- und Zuschauervotum gewinnen können.

Jamala und Salvador Sobral / eurovision.tv
Nach seinem Sieg fand Salvador allerdings nur kritische Worte gegenüber seiner Mitstreiter und der Popindustrie. Er bezeichnete seinen Sieg als Sieg der "wahren Musik mit Inhalten und Gefühlen", weiter sagte er, dass es keine "Einweg-Musik" mehr brauche und kein Feuerwerk. Wahrscheinlich war ihm in dem Moment nicht die Auswirkung seiner Worte bewusst und so blieb nach dem Sieg nur ein bitterer Beigeschmack.

Freuen sollten wir uns jetzt für Portugal, was zum ersten Mal in seiner langen ESC-Geschichte den Contest gewinnen konnte. Ich bin mir sicher, dass Portugal die Herausforderung annehmen wird und den Contest zu etwas ganz besonderem machen wird, so wie es Salvador Sobral auch in Kiew gemacht hat.

An dieser Stelle sei noch einmal angemerkt, was für ein großartiger Gastgeber die Ukraine in diesem Jahr war. Wir lesen uns dann spätestens nach der Sommerpause mit neuen Informationen dann zum #ESC2018. Bis bald!

13. Mai 2017

PORTUGAL gewinnt den Eurovision Song Contest 2017 | #ESC2017


Von vielen wurde er schon im Vorfeld als Favorit gehandelt, mit dem Juryvoting manifestierte er dann seinen Sieg: Salvador Sobral gewinnt für Portugal zum ersten Mal den Eurovision Song Contest. Damit geht ein wunderschöner, aufregender und spannender Finalabend zu Ende.

Salvador Sobral / eurovision.tv

Salvador sang eine ganz leise, gefühlvolle Jazzballade. Zudem sang er als einer der Wenigen nicht auf Englisch, sondern auf seiner Landessprache Portugiesisch. Vielleicht haben diese Faktoren dazu geführt, dass er so vielen in den Köpfen geblieben ist.

Salvador Sobral / eurovision.tv

Damit hat Salvador den größten Musikwettbewerb der Welt zum ersten Mal in der Geschichte für Portugal gewonnen. Das kleine Land, was in den letzten Jahren eher durch hohe Arbeitslosigkeit und Finanzprobleme auffiel, hat damit endlich ein Erfolgserlebnis. Herzlichen Glückwunsch Portugal, danke Salvador für die Musik! 


12. Mai 2017

Die Favoriten für das FINALE | #ESC2017


In wenigen Stunden beginnt das Finale des größten Musikwettbewerbs der Welt - des 62. Eurovision Song Contests. Tausende Menschen - darunter Künstler, Tänzer, Produzenten, Helfer, Techniker, Freiwillige - haben in den vergangenen Monaten auf diesen Abend hingearbeitet. Auf einen Abend, an dem fast ganz Europa zusammen kommt, singt, tanzt und feiert.

Ziel des Wettbewerbs ist es den besten Song zu finden, dazu gehört aber längst weitaus mehr als nur ein guter Song. Im letzten Jahr schaffte es Jamala mit ihrer bewegenden, aufarbeitenden Ballade Europa zu rühren. Wer schafft es in diesem Jahr? Die Hälfte der Punkte verteilt eine Fachjury in jedem Land, die andere Hälfte der Punkte wird durch das Televoting vergeben. Stimmt also für euren Favoriten ab, aber vergesst nicht: nicht für das eigene Land voten!

Das sind die TOP-FAVORITEN auf den ESC-Sieg:


Blanche / City Lights 
Belgien 

Belgien schickt uns in diesem Jahr einen der modernsten Songs - melancholisch, melodisch, urban wirkt der Song auf den Zuhörer. Die Stimme der erst 17 jährigen Blanche fesselt zudem, denn eine derart dunkle Stimme färbt das gesamte Arrangement in eine düstere Atmosphäre. 






Francesco Gabbani / Occidentali’s Karma
Italien 

Ein im ersten Moment sehr oberflächlich wirkender Song, der aber durchaus eine tiefgründige Message hat. Francesco singt über die Werte unserer westlichen Gesellschaften und wie wir es verlernt haben zur Ruhe zu kommen. Genau das soll der Gorilla, der neben Francesco so liebenswürdig tanzt: am Ende des Tages sind wir alle gleich und stammen vom Selben ab. Tolle Message, toller Song, toller Sänger!





Salvador Sobral / Amar Pelos Dois 
Portugal

Zwischen den ganzen Popsongs ist dieser Song eine wahrliche Abwechslung. Ganz leise Klänge, eine hauchzarte Stimme und ein Song über eine tiefgreifende Liebe. Außerdem ist der Song einer der wenigen, der nicht auf Englisch vorgetragen wird. Abgerundet wird das Ganze mit einer traumhaft schönen Bühneninszenierung, die meiner Meinung nach, einer der schönsten überhaupt ist. 





Robin Bengtsson / I Can't Go On
Schweden
  
Die Popschmiede Europas lässt sich auch in diesem Jahr nicht lumpen: astreiner Europop mit sympathischen Strahlemann und perfekt durchgeplanter Choreografie. Der Song hat definitiv Ohrwurmpotenzial und könnte, gut vorstellbar, auch in den Radios rauf und runter gespielt werden.





Lucie Jones / Never Give Up On You 
Vereinigtes Königreich 

 Ganz unscheinbar wirkte ihre klassische Ballade, aber spätestens seit dem ersten Halbfinale, als Lucie mit einer derart packenden Live-Performance überzeugte, gehört sie zu den absoluten Favoriten. Die wunderschöne Bühneninszenierung kommt ohne viel Pyrotechnik aus und wirkt wie aus einer anderen Dimension. Ebenso wie Lucies Gesang. Bravourös!




Weitere sehr interessante Beiträge, die je nachdem wie sie im richtigen Moment ankommen, auch gute Chancen haben in die TOP 5 zu kommen:
Kristian Kostov / Beautiful Mess (Bulgarien), Imri Ziv / I Feel Alive (Israel), Dihaj / Skeletons (Aserbaidschan), Ilinca & Alex / Yodel It! (Rumänien)


 Hier findet ihr alle Sendetermine rund um den ESC-Finalabend 2017: 
ethnokult.blogspot.de/2017/04/der-eurovision-song-contest-2017 
 

11. Mai 2017

Vorabanalyse des zweiten Halbfinales | #ESC2017


Es kommt meistens anders als erwartet und gewettet. Wenn wir eins aus dem ersten Halbfinale gelernt haben, dann das einfach alles möglich ist. Das erste Halbfinale lieferte uns am Dienstag bereits wunderbare Songs und Künstler für das Grand-Final am Samstag und auch im zweiten Halbfinale werden sich wieder zehn Beiträge qualifizieren.
Welche zehn das sein werden ,darf unter anderem auch Deutschland entscheiden, denn wir sind in diesem Halbfinale stimmberechtigt!


Serbien - Tijana Bogićević / In Too Deep

Wie in jedem Jahr gibt sich Serbien bei seiner Songauswahl sehr viel Mühe. Und auch in diesem Jahr schickt Serbien einensehr modernen Song, der von einer der bekanntesten Sängerinnen des Landes gesungen wird. In Too Deep erinnert dabei an einen Popsong á la Beyonce. Gespannt darf man auf die Liveperformance sein, denn da müsste sich noch einiges tun.

Finale? - Ja!


 

Österreich - Nathan Trent / Running On Air

Der nette, liebe Junge von nebenan. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn Nathan hatte sich dieses Jahr nicht nur beim österreichischen Vorentscheid zum ESC beworben, sondern auch beim deutschen. Aus Österreich erhielt er schneller eine Zusage und wurde direkt nominiert. Zurecht, eine außergewöhnliche Stimme und eine wunderschöne Bühneninszenierung lassen seinen Auftritt perfekt wirken.

Finale? - Ja!


 
Mazedonien - Jana Burčeska / Dance Alone

Es ist der wohl beliebteste Dancetrack in diesem Jahr. Dabei wirkt Jana eigentlich gar nicht, wie die klassische Dancepopsängerin, sondern eher etwas schüchtern und verwirrt. Ihr Livegesang hat sich extrem verbessert und auf der Bühne in Kiew wird der Dancefloor einer Disco nachgeahmt. Ich glaube, sie wird Europa zum tanzen bringen!

Finale? - Knapp, aber ja! 



Malta - Claudia Faniello / Breathlessly 

Es war Claudias größter Wunsch: ihr Land einmal beim ESC vertreten zu dürfen. Unzählige Male hat sie deshalb auch beim Vorentscheid teilgenommen, dieses Jahr hat es endlich geklappt. Eine schwerwiegende Schmachtballade ist es geworden und irgendwie ist es schade, denn so richtig weiß man nicht, was man mit dem Song anfangen soll. Entweder richtiges Gefühl, oder Glamour-Soul. Bitte entscheiden!

Finale? - Nein! 



Rumänien - Ilinca & Alex Florea / Yodel It!

 Nein, richtig gelesen, das ist nicht der schweizer Beitrag, Rumänien schickt diesen Song. Ein Song, der trashiger nicht sein könnte aber dennoch besonders ist durch die Jodeleinlagen der jungen Sängerin Ilinca. Europa wird's feiern, da bin ich mir sicher!

Finale? - Klaro!

 

Niederlande - O'G3NE / Lights And Shadows

Diese drei talentierten Sängerinnen bringen viel Bühnenerfahrung bzw. auch ESC-Erfahrung mit, denn sie durften ihr Land bereits beim Junior Eurovision Contest vertreten. Ihr Song hat einen Hauch einer Operette und wirkt daher sehr düster und altbacken. Im Kontrast dagegen die drei aufgebrezelten, jungen Sängerinnen. Das wirkt ulkig.

Finale? - Sie werden den Einzug knapp verpassen!



Ungarn - Joci Pápai / Origo

Es ist der wohl schönste Ethnosong in diesem Jahr, weil der Song vor echten Gefühlen und echter Trauer nur so strotzt. Zum ersten Mal schickt Ungarn einen Sänger der ethnischen Minderheit der Romas und das ist ein echtes Statement. Joci singt in dem Song über eine Liebe, die aufgrund der ethnischen Wurzeln und verschiedenen Herkünfte zerbricht. Dass er damit als Sinnbild einer ganzen Gesellschaft steht, ist ihm wahrscheinlich nicht bewusst. Hoffentlich schätzt Europa diesen Song genauso sehr wie ich.

Finale? - Ja!

 

Dänemark - Anja Nissen / Where I Am

Auf die Frage, was mein persönlicher Lieblingssong dieses Jahr ist, müsste ich wohl Anjas Song nennen. Where I Am ist wirklich nichts außergewöhnliches, es ist ein ganz durchschnittlicher Popsong, aber Anja macht ihn zu etwas besonderem. Mit voller Leidenschaft, Gefühl und Freude steht sie auf der Bühne und strahlt eine Überzeugung aus, die sich sofort auf den Zuhörer legt. Die 12 Punkte aus Australien dürften ihr auch sicher sein, denn Anja wurde in Australien geboren und lebt dort nach wie vor.

Finale? - Ich hoffe es inständig, ja!

 

Irland - Brendan Murray / Dying To Try 

Diesen Beitrag scheint man förmlich schon jetzt vergessen zu haben, zu beliebig und eintönig wirkt er. Schade, denn Irland hätte den Einzug ins Finale auch mal wieder verdient. Mit so einem Song sehe ich da allerdings schwarz.

Finale? - Ganz klar: nein! 



San Marino - Valentina Monetta & Jimmie Wilson / Spirit Of The Night

Die wahre Queen of Eurovision, irgendwie macht das Valentina mega sympathisch, dass sie jedes Mal wieder teilnimmt, sicher nicht, weil sie weiß dass sie in diesem jahr gewinnen wird, aber weil sie jedes Mal so viel Spaß und Freude hat. In diesem Jahr mit einem klassischen Eurodancesong, der allerdings zu uneinfältig und beliebig klingt, da wird nichts hängen bleiben.

Finale? - Nein!



Kroatien - Jacques Houdek / My Friend

Eine außergewöhnliche Stimme und eine tolle Bühneninszenierung bringt uns Kroatien nach Kiew und wäre es ein reiner Gesangswettbewerb, dann müsste Jacques auch unter den TOP 5 platziert sein. Sein Song allerdings wirkt teilweise wie eine Oper und deshalb etwas verstaubt. Chapeau, aber ich glaube es wird nicht für's Finale reichen.

Finale? - Nein!

 

Norwegen - JOWST / Grab The Moment 

Eine coole, eingängige Elektromelodie und drei noch coolere Jungs auf der Bühne, es muss nicht immer aufwändig sein.

Finale? - Ja! 



Schweiz - Timebelle / Apollo 

Lange Zeit lag der Song in den Wetten ganz vorn. Mittlerweile rutscht er immer mehr ab, weil der Song einfach zu beliebig ist und in der breiten Masse dann doch zu wenig Wiedererkennungswert hat. Da hilft auch nicht das lange Schleppenkleid der Frontsängerin, oder vielleicht ja doch?

Finale? - Nein! 



Weißrussland - Naviband / Story Of My Life 

Zum ersten Mal in der Geschichte wird Weißrussland einen Beitrag auf Landessprache schicken, der Song wird von dem Duo mit volklorischen Instrumenten und typischen Tanzeinlagen untermalt. Das sorgt definitiv für Abwechslung und könnte besonders in Osteuropa großen Anklang finden.

Finale? - Knapp, aber nein!



Bulgarien - Kristian Kostov / Beautiful Mess

Neben einer umwerfenden Stimme hat dieser Song einen riesengroßen Vorteil anderen Balladen gegenüber: die Ethnoelemente lassen den Song noch geheimnisvoller ud düsterer wirken. Als Nachteil sehe ich hier auch Kristians Alter, denn er könnte ein bisschen unglaubwürdig wirken.

Finale? - Ja! 



Litauen - Fusedmarc / Rain Of Revolution 

Einer der schlechtesten Songs dieses Jahrgangs. Ich weiß nichts mit dem Song anzufangen und mich persönlich nervt dieses Lied einfach nur. Aber wer weiß, vielleicht findet es ja Anklang in Europa.

Finale? - Nein!

 

Estland - Koit Toome & Laura / Verona

Eine moderne Liebesgeschichte, angelehnt an Romeo und Julia, das war der Gedanke der Produzenten des Songs. Das ganze wird ganz niedlich auf der großen Bühne dargestellt. Beide Sänger haben übrigens schon ESC-Erfahrung, denn beide haben Estland schon einmal vertreten.

Finale? - Ja!



Israel - Imri Ziv / I Feel Alive

Eine feurige Melodie, coole Tänzer und schon fühlt man sich wie in einem Club in Tel Aviv. Israel versteht es, dieses Gefühl perfekt zu inszenieren. Auch wenn Imris Song etwas beliebig wirkt und wenig Ethno-Elemente hat, ist es ein toller Dancesong.

Finale? Ja! 


17. April 2017

Celebrate Diversity - Die spritzigsten Uptempo-Songs | #ESC2017


42 Songs werden Mitte Mai beim Eurovision Song Contest 2017 in Kiew um den Titel bester Song Europas kämpfen. Das Teilnehmerfeld ist bunt gemischt, ganz nach dem Motto "Celebrate Diversity" (dt.: Vielfalt feiern). Im Folgenden möchte ich euch ausgewählte Songs näher vorstellen.

Neben vielen Balladen werden wir aber in diesem Jahr auch einige Songs hören, die uns förmlich zum Tanzen mitreißen. Songs, die auf den Eurovision-Dancefloors Tausende begeistern werden und die Leidenschaft und Freude verbreiten.



 Alma / Requiem (Frankreich)


Frankophoner Pop war selten so modern und mitreißend. Almas interessante Stimme verleiht dem Song eine gewisse Farbe und erinnert an den Soundtrack aus dem letzten Paris-Städtetrip. Und wer liebt Paris schon nicht?







Jana Burčeska / Dance Alone (Mazedonien)


Liebenswürdig-crazy kommt die Eurodance-Nummer aus Mazedonien daher. Super eingängig und wunderbar tanzbar, wird sie sicher nicht nur eingefleischte Fans begeistern.






Slavko Kalezić / Space (Montenegro)


 Im ersten Moment etwas speziell und klischeebehaftet wirkt diese typische Eurodance-Nummer aus Montenegro. Dennoch ist das Lied wirklich eingängig und wenn man genau hinhört und der Interpretation von Slavko folgt, ein Song mit Message - es ist Platz für uns alle!


3. April 2017

Die erste Feuerprobe - London Eurovision Party 2017 | #ESC2017


Gestern Abend kamen in London einige Länder zur ersten Eurovision Pre-Party zusammen. Die London Eurovision Party eröffnet traditionell den Reigen der Pre-Partys. Sie ist somit die erste Gelegenheit zu sehen bzw. zu hören, wie die Kandidaten gesanglich aufgestellt sind. Ebenfalls traditionell gibt es oft Unterschiede zwischen den Studio-Versionen der Songs und den Leistungen während der Live-Performance.

Besonders hervor stach Kristian Kostov mit seiner Ballade Beautiful Mess, mit der er Bulgarien in Kiew vertreten wird. Überraschend gefühlvoll und viel mitreißender als die Studio-Version. Manche Fans konnte er mit dieser Performance für sich gewinnen, zudem konnte er seinen Status als Favorit manifestieren.




Celebrate Diversity - Die besten Ethno-Songs | #ESC2017


43 Songs werden Mitte Mai beim Eurovision Song Contest 2017 in Kiew um den Titel bester Song Europas kämpfen. Das Teilnehmerfeld ist bunt gemischt, ganz nach dem Motto "Celebrate Diversity" (dt.: Vielfalt feiern). Im Folgenden möchte ich euch ausgewählte Songs näher vorstellen.

Zum ESC gehört der Ethnopop, wie der Deckel zum Kochtopf. Aber was ist dieses "Ethno" eigentlich? Was macht guten Ethnopop aus? Ethnopop stellt eine Form der Popmusik dar, die volksmusikalische Elemente aufgreift und beinhaltet. Traditionelle Klänge, Rhythmen werden gemischt mit modernen, klassischen Popsounds. In der Regel werden traditionelle Instrumente in die Performance mit eingebaut. Insbesondere in Süd-Ost-Europa hat der Ethnopop einen hohen Stellenwert, was man immer wieder auch an den Beiträgen für den ESC erkennen kann. Denn die meisten Ethno-Songs kommen aus Osteuropa.


Artsvik / Fly With Me (Armenien)


 Der ruhige Anfang des Liedes und die klangvolle Steigerung bis hin zum Refrain sind perfekt aufeinander abgestimmt. Man hört, dass der Song aufwändig produziert wurde. Ethnopop muss nicht immer laut und schrill sein, derart geheimnisvolle Klänge sind eine willkommene Abwechslung.




 

Joci Pápai / Origo (Ungarn)


Fast schon leidvoll, depressiv kommt die Melodie von Pápais Song daher. Kein Wunder, denn als einer der wenigen muttersprachlichen Songs in diesem Jahr handelt er von einer Liebe, die an unterschiedlichen Herkunften scheitert. Das Thema ist aktueller denn je, gerade unter dem Gesichtspunkt "Vielfalt feiern".
Zitat aus der deutschen Übersetzung: "Warum hast du mir vorgelogen, dass meine (Haut-)Farbe keine Rolle spiele? Du wusstest, dass meine Augen braun sind". 






IMRI / I Feel Alive (Israel) 


 Die erste Strophe erinnert viel mehr an einen frischen Sommerhit, der das Potenzial hat, auf vielen europäischen Tanzflächen gespielt zu werden. Im Chorus werden dann typisch orientalische Ethno-Elemente beigemischt. Imri Ziv, der bereits im vergangen Jahr Hovi Star als Background-Sänger begleitete, hat mit seinem charismatischen Charme also beste Chancen auf eine Top 10-Platzierung.




Ihr wollt noch mehr Songs kennen lernen? Hier findet ihr die bewegendsten Balladen des diesjährigen Contests: celebrate-diversity-die-bewegendsten.balladen
Man liest sich!
© Ethnokult und so.
Maira Gall